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Der Sport |
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Den meisten Leuten fällt, wenn sie an Kegeln denken, ihre eigene Freizeit ein. Sie treffen sich mit Freunden auf einer der vielen Kegelbahnen in Deutschland, um in ziemlich lockerer Atmosphäre bei einem Bierchen ein paar "ruhige Kugeln" zu schieben. Diese Art des Kegelns ist sehr verbreitet in Deutschland. Daher sind die sogenannten Freizeitkegler mit einer Anzahl von über 20 Millionen, noch immer die Mehrzahl im Vergleich zu den aktiven Keglern. |
Vielfach wurde das Kegeln zum allgemeinen Vergnügen, teilweise aber auch als reines Wett- und Glücksspiel betrieben, was die Obrigkeiten zu oftmaligem Eingreifen gezwungen hat. Häufig mußte in den unterschiedlichsten Regionen Europas das Kegeln kurzfristig verboten werden. In der Folgezeit gewann das Kegeln so langsam seinen Volkssportcharakter, da kein Kirchweih- oder Dorffest mehr ohne Kegelwettbewerb denkbar war an dem sich alle Stände und Klassen der Bevölkerung beteiligten. |
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Doch Sportkegeln ist anders. Im Verein trifft man sich regelmäßig, allerdings um zu trainieren oder die Mannschaftsaufstellung für den nächsten Spieltag festzulegen. Sportkegeln ist Leistungssport. Das versteht sicherlich jeder, der selbst schon mal eine Kugel in der Hand hatte. Ein Sportkegler bewegt diese 2,8 kg Kugel in der Woche etwa 200 Mal, und das nur in den unteren Klassen. Bei einem Bundesliga-Spieler liegt dieser Schnitt um ein wesentliches höher, da er fast täglich trainiert. Dennoch ist es ein Sport für alle - vom Kindes- bis ins Seniorenalter. Geschichte Das Kegeln kann als eines der ältesten Ziel-Wurf- Spiele bezeichnet werden. Der älteste Beleg für das Spielen mit Kugeln auf mehrere Kegel stammt aus der Zeit um 3.500 v. Chr. aus einem ägyptischen Kindergrab der Nakacia-Kultur bei Luxor. Bis zu seinem Auftreten im Mittelalter kann man nicht sicher sagen, daß in der Zwischenzeit kegelähnliche Spiele betrieben wurden. Bereits im Althochdeutschen findet der Begriff "chegil" wieder seinen Platz im Sprachgebrauch, wobei allerdings erst im 13 Jahrhundert Werke der Literatur und der Bildenden Kunst erneute Nachweise für das Kegeln liefern.
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Im frühen 19. Jahrhundert wurden die ersten Kegelklubs gegründet, die sich im Jahre 1885 zum Deutschen Keglerbund zusammenschlossen. Die Regeln des Kegelns wurden vereinheitlicht und erste Deutsche Meisterschaften, damals Bundesfeste genannt, durchgeführt. Wie in Deutschland verbreitete sich das sportliche Kegeln um die Jahrhundertwende in ganz Europa und Amerika, so daß es schon bald zu internationalen Vergleichen kam. Nach dem 2. Weltkrieg, d.h. nach Wiedergründung des Deutschen Keglerbundes 1950 und einer entsprechenden Weltorganisation der Federatio Internationale des Quilleurs (FIQ) 1952 entwickelte sich die sportliche Variante des Kegelns bis hin zum Höchstleistungssport. Eigene Leistungszentren, ein Schulungs- und Wettkampfsystem sowie daraus resultierende internationale Wettkampferfolge runden das Bild "Leistungssport Kegeln" heute ab. |